ICH BIN JETZT FÜR SIE DA

September 1, 2011 at 11:52 pm 10 Kommentare

Stefan Gauerke schreibt ab heute regelmäßig für das gedifo Blog. Ein Selbstbildversuch mit dem ersten Hinweis auf die Frage: Was wird aus unserem gedifo Blog?  

Berlin Kekstraum – Stefan Gauerke

Sie werden in den nächsten Monaten nicht um mich herum kommen. So viel steht fest. Ich bin momentan der einzige Autor auf diesem Blog.  Aber gerade für den Anfang finde ich es nicht schlecht, dass Sie sich nur auf mich konzentrieren können.  Wir haben dann Zeit uns intensiv näher kennen zu lernen. Neben unserem Kennenlernen gibt es aber auch einen vermeintlichen Abschied zu verdauen. Die sympathische Elke Radhuber hat uns leider verlassen und kann sich nicht mehr im gedifo oder auf unserem Blog einbringen. Ich bin jedoch felsenfest davon überzeugt, dass wir sie in Zukunft auf die eine oder andere Art und Weise wieder im gedifo erleben werden. Zu meiner Aufgabe hier im digitalen Raum des gedifo kann ich sagen: Ich kümmere mich jetzt darum, dass aus dieser Internet-Adresse ein kleines, bunt blühendes Häuschen wird, an dem Sie sich erfreuen können, wenn Sie rauf schauen und gerne zu Gast sind, wenn Sie eintreten. Das Schöne dabei ist, dass ich einen großen Freiraum genieße, welche Inhalte ich Ihnen in welcher Art und Weise präsentiere. Das ist wunderbar! Wenn sie sich fragen, warum gerade der: Ich bin vor drei, vier Monaten ins gedifo reingerutscht. Max Kamenar der Projektleiter des gedifo PR Projekts war in Afrika um neue Musik zu finden und sie hier nach Europa zu bringen. Ich bin für ihn eingesprungen und, was soll ich sagen, ich hab mich sofort ins gedifo verliebt. Seitdem sind gedifo und ich ein Paar. So viel mehr will ich an dieser Stelle auch gar nicht von mir erzählen. Selbstbeschreibungen haben immer so ein Geschmäckle.  Aber trotzdem will ich versuchen, um das Geschmäckle herum mir zwei Attribute anzudichten. Die sollten sie mit mir in Verbindung bringen. Deswegen sollte der Titel dieses Posts auch eigentlich heißen: Gestörter Zwilling schreibt fürs gedifo. Klingt komisch, hilft aber ungemein. Beim ersten Gespräch ist es oft ein erster Hinweis für mein Gegenüber, was ihn erwarten wird, wenn er sich auf mich einlässt. Gestört nenne ich mich seit ungefähr vier Jahren. Ein provokanter Artikel in der „brand eins“ hat mir Gewissheit gegeben, dass ich in der großen Gruppe der Gestörten zu Hause bin. Gestörte können einfach in Allem und Jedem etwas Interessantes und Liebenswertes finden. Sie sind dazu hochgradig begeisterungsfähig, leider furchtbar schnell abzulenken und planen immer ein gutes Stück über das Machbare hinaus. All diese Eigenschaften unterschreibe ich sofort. Seitdem wache ich morgens nicht mehr mit der Frage auf: Ist da sonst keiner so wie ich? Es gibt noch andere da draußen, die genauso gestört sind wie ich, und das beruhigt ungemein. Doch wo das Eine ist, ist das Andere oft nicht weit. Ich spreche von den Gehemmten, die den Gegenpart zu den Gestörten einnehmen. Und da kommen wir zum zweiten Attribut, das sie mir umhängen können. Ich bin ein Gehemmter. An dieser Stelle durchbreche ich die Zweiklassengesellschaft in der „Brand Eins Artikel Welt“. Es gibt auch Leute wie mich, die beides sind: gestört und gehemmt zugleich. Wie geht das zusammen? Ich bin Zwilling. Mit diesem Schicksal konfrontiert muss ich ja auch das Gegenteil geben, bin ruhig, geradlinig, fokussiert, skeptisch. Im brand eins Jargon gesprochen: bodenständig gehemmt. Diese zwei gegensätzlichen Sets an Eigenschaften, die aus mir einen etwas flutschigen Charakter machen tragen in meinen Augen auch die Liebesbeziehung zwischen gedifo und mir.  Baugewerblich gesprochen, sind sie das Fundament unserer Verbindung. Aber genug von mir! Hin zum springenden Punkt:  Was wird aus unserem gedifo Blog?

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EXPEDITION ASPERN SEESTADT WAS INS AUGE SPRINGT

10 Kommentare Add your own

  • 1. Klaudia  |  September 2, 2011 um 9:20 am

    ja, was???

    Antwort
  • 2. Dieter Scholz  |  September 2, 2011 um 10:20 am

    Solange kein realer Einfluss auf den ÖGB erreichbar ist und solange der ÖGB leider so reformresistent bleibt (was wurde eigentlich aus der großen, großen Reformanstrengung nach dem BAWAG Debakel, was aus Vernitsch`s Arbeitsprozess? Ein stiller Vergleich auf Kosten der Mitglieder), ist das GEDIFO zwar eine nette Zusammenkunft, eine Denk- und Fortbildungshilfe, aber sonst leider ohne Ergebnisse. Schade, sehr schade.

    Antwort
  • 3. Christian Wachter  |  September 2, 2011 um 3:16 pm

    Hallo Dieter,
    Du wirfst Dem gedifo vor, dass sich der ÖGB nicht bewegt hat. Da liegt wohl eine Verwechslung vor.
    Ich denke: Veränderänderungen kommtn oft vom Rand her, und fressen sich langsam und stetig aber irgendwann bis zum Zentrum vor… Dann wird sich das gedifo den ÖGB samt AK einverleibt haben.
    Liebe Grüße
    Christian

    Antwort
  • 4. WAS INS AUGE SPRINGT «  |  September 3, 2011 um 2:29 am

    […] dann dahin, um dann schnell wieder hierhin zu flanieren. Mein erster Eindruck lässt mich etwas gehemmt zurück. Wie katapultiere ich das gedifo Blog in den vermeintlichen Spagat zwischen intuitiver […]

    Antwort
  • 5. Dieter Scholz  |  September 3, 2011 um 10:06 am

    Lieber Christian, die ewige Zukunftshoffnung, vom Rand her etwas zu bewegen (probiert Schüller übrigens auch gerade, mit etwas mehr Presseecho). Ja natürlich wäre bzw. ist das schön und man soll auch nicht aufgeben, aber wie lange gibt es das GEDIFO schon und wieviel hat sich da schon in den ÖGB hineinentwickelt? Ich habe das GEDIFO als „Nachdenkschmiede“ mit Folgewirkung gesehen, bin auch immer gerne dabei gewesen, aber man sollte realistisch bleiben. Aber unabhängig davon, was wurde wirklich aus dem ASchG Prozess von Vertetnitsch? Ich habe darauf noch nie eine Antwort erhalten, interessiert das niemanden im ÖGB? Als Sittenbild doch nicht unwesentlich. Ich bin gerade einmal wieder auf einem (ehrenamtlichen) Einsatz in Chinas Provinz und da ist die Frage, wo steht Östereich, wo steht die EU in 10 Jahren und wie sehen wir das, schon sehr sich aufdrängend. Einen herzlichen Gruß, Dieter

    Antwort
  • 6. OPTIMISMUS IST ANSTECKEND «  |  September 6, 2011 um 2:12 am

    […] aktive Nächstenliebe,  gelebte Solidargemeinschaft mit Hang zur experimentellen Umsetzung oder gestörtes Gemeinsam-Anders-Mach-Netzwerk, egal. Beim letzten Treffen im gedifo haben wir uns allen gesagt: […]

    Antwort
  • 7. Dieter Scholz  |  September 9, 2011 um 12:57 pm

    Wie wäre es, wenn GEDIFO sich in den Blättern Kompetenz und Solidarität mit einem Artikel zu Wort melden würde? Gerade weil auch dort der Optimismus sicher wichtig ist und auch mehr Mitglieder von seiner wichtigen Arbeit erfahren würden. Ein Hinausgehen aus dem eigenen Kreis.

    Antwort
  • 8. Anonymous  |  Oktober 17, 2011 um 4:32 pm

    Das Diskussionsklima, beziehungsweise die Reaktionen sind leider recht limitiert.
    Trotzdem viel Erfolg weiterhin!
    Dieter

    Antwort
  • 9. OPTIMISMUS IST ANSTECKEND | gedifo  |  Oktober 19, 2011 um 2:07 pm

    […] aktive Nächstenliebe,  gelebte Solidargemeinschaft mit Hang zur experimentellen Umsetzung oder gestörtes Gemeinsam-Anders-Mach-Netzwerk, egal. Beim letzten Treffen im gedifo haben wir uns allen gesagt: […]

    Antwort
  • 10. WAS INS AUGE SPRINGT | gedifo  |  Oktober 20, 2011 um 12:36 pm

    […] dann dahin, um dann schnell wieder hierhin zu flanieren. Mein erster Eindruck lässt mich etwas gehemmt zurück. Wie katapultiere ich das gedifo Blog in den vermeintlichen Spagat zwischen intuitiver […]

    Antwort

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